Kamera aus England landet zwei Monate später in Deutschland

Eine wasserdichte Kamera treibt im Meer von England nach Deutschland und filmt ihren eigenen Untergang.

Die Video-Kamera des Schülers war am 1. September an der Ostküste Großbritanniens in der Thornwick Bay nahe Flamborough Cliffs in East Yorkshire von einer Welle ins Meer gespült worden. | Foto: dpa

Eine Videokamera eines kleinen Jungen ist Anfang September in England durch eine Welle ins Meer gespült worden. Sie filmte noch die ersten Minuten unter Wasser. Etwa zwei Monate später landete sie an Schleswig-Holsteins Küste auf der Hallig Süderoog. Dort fanden sie die Hallig-Bewohner Nele Wree und Holger Spreer und stellten das Video online auf Facebook.

Im Video ist ganz genau zu sehen, wie es zum Untergang kam. Beim Spielen bei Ebbe mit seiner Schwester und seinem Großvater hat der Junge seine in einem wasserdichten Gehäuse verpackte Kamera kurz auf einem Stein abgestellt. Doch dort vergaß er die noch laufende Kamera und entfernte sich. Dann trat die Flut ein und spülte die Kamera in die Nordsee raus.

Der Besitzer einer wasserdichten Kamera, die mehr als 800 Kilometer durch die Nordsee getrieben sein soll, ist tatsächlich gefunden. Es handelt sich um den kleinen Jungen William, der mit seinen Eltern nahe der englischen Stadt Kingston upon Hull wohnt, sagte der Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Ralf Bauer.

Der Junge habe die Kamera im vergangenen Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen, sagte Bauer. Der Vater hoffe, sie seinem Sohn in diesem Jahr erneut zu Weihnachten geben zu können.