2G-Regel auf Weihnachtsmärkten

Duisburg macht den Anfang, Bonn und Münster folgen

Weihnachtsmarkt Duisburg - Foto: Roland Weihrauch /dpa
Weihnachtsmarkt Duisburg - Foto: Roland Weihrauch /dpa

Die Stadt Duisburg hat nach dem ersten Wochenende mit 2G-Corona-Schutzauflagen am Weihnachtsmarkt eine positive Bilanz gezogen. Es sei "massiv kontrolliert" worden, und die Bürger hätten darauf sehr kooperativ reagiert. "Nichts ist eskaliert", sagte der Duisburger Corona-Krisenstabsleiter Martin Murrack am Montag. Zugleich kündigten Bonn (ab 17.11.) und Münster (ab 22.11.) ebenfalls einen Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene bei ihren Weihnachtsmärkten an.

"Die Zugangsbeschränkung mit 2G soll den Schutz aller Beteiligten erhöhen, das ist angesichts der jüngsten Infektionsentwicklung angebracht", sagte der Münsteraner Corona-Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer laut Mitteilung. Sowohl Bonn als auch Münster hätten grünes Licht vom Land für die Auflagen bekommen, teilten die Städte mit. Bonn prüfe daneben eine Maskenpflicht für die ganze Innenstadt, hieß es.

Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) erneuerte außerdem ihren Appell an die Landesregierung, eine einheitliche 2G-Regelung zu erlassen. "Eine einheitliche 2G-Regelung ist überfällig, um mit Blick auf die Belastung des Gesundheitssystems die Reißleine zu ziehen", erklärte sie.

Die Stadt Duisburg wies Kritik zurück, bei ihrem Weihnachtsmarkt sei zu wenig kontrolliert worden. Seit der Eröffnung am Donnerstag habe es - mit Schwerpunkt am Wochenende - 1061 Kontrollen des Ordnungsamtes gegeben, sagte eine Stadtsprecherin am Montag. Hinzu kämen pro Tag fast 10.000 stichprobenartige Kontrollen in Eigeninitiative der Standbetreiber - etwa an Verkaufstresen, an Fahrgeschäften oder im Innenbereich bei gastronomischen Angeboten. Insgesamt seien drei Besucher wegen Verstöße aufgefallen, sie müssten 250 Euro Bußgeld zahlen.

Duisburg setzt als einer der ersten Weihnachtsmärkte in NRW auf die 2G-Regel. Laut einem Bericht der "WAZ" (Montag) berichteten Besucher des Marktes aber von nur wenigen Überprüfungen. Entsprechende Schilderungen von Besuchern seien "nicht repräsentativ", sagte Murrack. Das Ordnungsamt sei mit acht Mitarbeitern im Einsatz gewesen. -dpa

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