Sommerurlaub in Europa

Wo geht was und was geht nicht?

Urlaub am Mittelmeer (Symbolbild) Foto: Peter Fath/RTL
Urlaub am Mittelmeer (Symbolbild) Foto: Peter Fath/RTL

STAND: 19. August 2021

Noch sind die Sommerferien in etlichen Bundesländern in vollem Gange - ein paar Wochen für den Sommerurlaub bleiben also noch. Doch die Corona-Pandemie macht es Reisenden nicht überall leicht.

Der Umgang mit dem Virus in Europa ist höchst verschieden. Einige Länder lockern, anderer verschärfen die Regeln, mancherorts gelten Vorteile für Geimpfte. Ein Überblick, was bei der Reiseplanung zu bedenken ist (Stand 19. August):

• BALTISCHE STAATEN: In Estland, Lettland und Litauen hat sich das öffentliche Leben mit Lockerung der zuvor strengen Corona-Regeln weitgehend normalisiert. Weiter gibt es aber Auflagen in einigen Bereichen - teils mit Vorrechten für nachweislich Geimpfte und Genesene. Zugleich sind eine zunehmende Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und eine Verlangsamung des Impftempos zu beobachten. Erste neue Einschränkungen wurden daher beschlossen. Wer von Deutschland oder aus anderen EU-Ländern einreist, muss sich registrieren. Einreisende aus Ländern mit höheren Infektionszahlen müssen unter Umständen einen negativen Corona-Test vorlegen und in Quarantäne. In Estland sind Einreisende aus Deutschland aktuell von beiden Vorgaben befreit, in Lettland und Litauen müssen Nicht-Geimpfte einen negativen Corona-Test vorweisen.

• BELGIEN: Einreisende müssen vorab online ein Formular ausfüllen - außer, man bleibt weniger als 48 Stunden im Land und kommt mit dem Auto oder der Bahn von Deutschland nach Belgien. Wer aus einem Gebiet mit höheren Infektionszahlen kommt, muss unter Umständen in Quarantäne, jedoch gilt die Bundesrepublik derzeit nicht als Risikogebiet. Strengere Hygieneregeln wegen seit Wochen steigender Fallzahlen wurden bislang nicht angekündigt. Jedoch trifft sich am Freitag der Corona-Ausschuss der Regierung, um über weitere Schritte zu beraten.

• BULGARIEN: Hotels, Restaurants, Cafés sowie Fitnesszentren, Kinos und Museen heißen Besucher willkommen - unabhängig davon, ob sie geimpft sind, eine Infektion überstanden haben, getestet sind oder nichts davon. Die Corona-Fallzahlen steigen, doch bislang wurden keine Lockerungen zurückgenommen. Maskenpflicht gilt in Geschäften, Banken und öffentlichen Verkehrsmitteln. Urlauber aus Deutschland und den meisten EU-Staaten dürfen mit einem Impf-, Genesungs- oder Testzertifikat einreisen. Kinder unter zwölf Jahren sind von dieser Regelung befreit. Aus deutscher Sicht ist Bulgarien kein Risikoland; Reiserückkehrer müssen nicht in Quarantäne.

• DÄNEMARK: In Dänemark sind nach den Ferien die Neuinfektionszahlen wieder gestiegen, was aber nicht als dramatisch angesehen wird, weil es kaum noch Todesfälle gibt, die in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stehen. Das öffentliche Leben in Dänemark läuft fast wieder normal. Die Gesundheitsbehörden empfehlen nun, Abstand zu halten, wo es möglich ist. Die Ein-Meter-Regel wurde aufgehoben. Auch in Bussen oder Bahnen muss man keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Deutsche können auch dann Dänemark-Urlaub machen, wenn sie noch nicht geimpft sind, müssen an der Grenze aber einen negativen Test vorzeigen.

• FRANKREICH: Der Anstieg von Infektionszahlen und Corona-Patienten hat sich abgeschwächt, die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt im landesweiten Durchschnitt bei 236. Bei der Einreise aus Deutschland ist ein negativer Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich. Bars, Restaurants, Geschäfte und Museen sowie große Einkaufszentren sind unter Hygieneauflagen geöffnet. Für den Besuch ist ein negativer Corona-Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Das gilt auch für Fahrten mit dem Reisebus oder Fernzug. In einzelnen Gegenden gibt es strengere Regeln wie frühere Schließzeiten oder eine Maskenpflicht im Freien.

• GRIECHENLAND: In Griechenland bleibt die Zahl der Neuinfektionen mit jüngst 4206 Fällen binnen 24 Stunden für die rund 11 Millionen Einwohner hoch. Betroffen sind vor allem die Großstädte und Teile touristischer Inseln wie Kreta, Rhodos, Lesbos und Naxos - und dort vor allem Menschen unter 39. In Bars und Clubs gilt ein Tanz-Verbot und in geschlossenen Räumen wie Kinos und Theatern dürfen sich nur noch Geimpfte aufhalten. Mancherorts wird vorübergehend auch ein Mini-Lockdown mit nächtlichem Ausgangsverbot verhängt. Für die Rückreise nach Deutschland müssen ein negativer Test oder ein Impfnachweis vorgelegt werden. Vor der Einreise nach Griechenland geben Besucher auf der Website https://travel.gov.gr/#/ ihre Daten ein und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung. Außerdem müssen sie einen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren.

• GROSSBRITANNIEN: Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von knapp 300 liegen die Infektionszahlen in Großbritannien weiterhin auf sehr hohem Niveau, stagnieren aber seit einer Weile in diesem Bereich. Da für vollständig geimpfte Einreisende aus der EU und den USA mittlerweile lockere Einreiseregeln und keine Quarantänepflicht mehr gelten, sieht man in London nach langer Zeit wieder einige Sightseeing-Busse mit Touristen durch die Straßen fahren. Vor der Einreise ist weiterhin ein Test notwendig, außerdem muss für den zweiten Tag nach der Ankunft ein kostenpflichtiger PCR-Test gebucht werden. Großbritannien gilt aus deutscher Sicht weiterhin als Hochrisikogebiet, daher können nur Geimpfte eine Quarantäne nach der Rückkehr vermeiden.

• IRLAND: In Irland haben vollständig Geimpfte - etwa in der Gastronomie oder bei privaten Treffen - deutlich mehr Freiheiten als Ungeimpfte. Aufgrund wieder steigender Corona-Zahlen gelten teilweise noch immer Obergrenzen, wie viele Menschen sich treffen und etwa zusammen ins Restaurant gehen dürfen. Dort muss auch ein Impfnachweis vorgelegt werden. Für Reisende aus der EU mit Nachweis eines EU-Impfzertifikats gilt nach der Einreise keine Quarantänepflicht mehr. Nur Ankommende aus Ländern mit besonders hohen Fallzahlen oder gefährlichen Varianten müssen sich verpflichtend im Hotel isolieren. Bei der Rückkehr nach Deutschland muss ein negativer Test oder ein Impfnachweis vorgelegt werden.

• ITALIEN: In dem beliebten Urlaubsland halten sich die täglichen Corona-Fallzahlen auf einem stabilen Niveau. Um innen ins Restaurant zu dürfen oder in ein Museum braucht man einen Corona-Impfnachweis, einen negativen Test oder muss nachweislich eine Infektion überstanden haben. In Italien geht das auch mit dem digitalen Corona-Zertifikat, das dort als Grüner Pass bezeichnet wird. Wer nach Italien reist, braucht ein Einreiseformular sowie den Grünen Pass - digital oder ausgedruckt. Bei der Rückreise nach Deutschland sind ein Impf- oder Genesungsnachweis oder ein negativer Corona-Test nötig.

• KROATIEN: Das beliebte Urlaubsland verlangt von Touristen eine Bescheinigung, die belegt, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Hotels empfangen Gäste ohne Einschränkungen. Gaststätten dürfen in ihren Innenbereichen bewirten; ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen. Die Teilnehmerzahl öffentlicher Versammlungen ist eingeschränkt. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist um ein Drittel höher als in Deutschland - in Dalmatien ist sie höher, in Istrien weit niedriger.

• LUXEMBURG: In Luxemburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Wochen rückläufig. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt unter 50. Nach wie vor hält das Großherzogtum an etlichen Schutzmaßnahmen fest: So gilt die Maskenpflicht in vielen öffentlichen Bereichen, zum Beispiel in Bussen und Bahnen. Hotels, Gastronomie und Kulturstätten sind geöffnet. Bei der Einreise von Deutschland nach Luxemburg gelten derzeit keine größeren Einschränkungen. Nur Flugreisende müssen einen negativen Corona-Test vorlegen. Impf- oder Genesenen-Nachweise sind ebenfalls zulässig.

• MALTA: Im kleinsten EU-Land bleiben die täglichen Infektionszahlen stabil, während immer mehr Menschen gegen Covid-19 geimpft sind und die Regierung Beschränkungen weiter lockert. An Veranstaltungen dürfen nun maximal 300 Menschen teilnehmen und bis Ende August dann 500. Rund 90 Prozent der zu Impfenden sind voll immunisiert. Ein Impfnachweis ist erforderlich, um nach Malta einreisen zu können. Für die Rückreise nach Deutschland ist ein negativer Corona-Test oder ein Nachweis über eine Impfung beziehungsweise Genesung nötig.

• NIEDERLANDE: Die Niederlande sind kein Hochrisikogebiet mehr, daher ist auch die Quarantänepflicht für Rückkehrer aufgehoben. Aber die Zahl der Neuinfektionen und der Patienten in Krankenhäusern bleibt hoch. Dennoch ist das öffentliche Leben kaum eingeschränkt. Discos und Nachtclubs sind geschlossen, Festivals untersagt. Gaststätten müssen um Mitternacht schließen. Doch ansonsten sind Museen, Theater, Zoos und Kinos geöffnet, ebenso Restaurants und Geschäfte. Maskenpflicht gilt nur für Busse, Bahnen und Flughäfen. Kann bei Veranstaltungen kein Sicherheitsabstand eingehalten werden, kann von Besuchern ein negatives Testergebnis oder ein Impfnachweis verlangt werden.

• NORWEGEN: In Norwegen hat die Zahl der Neuinfektionen wieder das Niveau vom Mai erreicht. Da die Impfquote aber relativ hoch ist, macht man sich keine großen Sorgen. Nur wenige Infizierte müssen im Krankenhaus behandelt werden. Geschäfte und Lokale sind fast überall im Land ohne Einschränkung geöffnet. Das Tragen von Masken in Bussen und Bahnen ist nicht mehr Pflicht. Da Deutschland als ein grünes Land gilt, sind Urlauber in Norwegen willkommen. Reibungslos ist die Einreise aber nur für Geimpfte und Genesene. Alle anderen müssen eine Einreiseanmeldung ausfüllen und an der Grenze einen Schnelltest machen.

• ÖSTERREICH: Die 3G-Regel gilt für die Einreise nach Österreich, sowie für Hotels, Gastronomie und Veranstaltungen. Wer vollständig geimpft, getestet oder genesen ist, kann praktisch alle Angebote ungehindert nutzen. Masken sind in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Wien ist strenger: Dort herrscht Maskenpflicht in allen Geschäften. Für 3G-Bereiche brauchen Kinder in der Hauptstadt ab sechs einen Test; im Rest des Landes erst ab zwölf. In Österreich stehen Touristen viele Gratistest-Angebote zur Verfügung. Angesichts steigender Infektionszahlen erwägt die Regierung Einschränkungen für Ungeimpfte - jedoch erst nach der Urlaubssaison.

• POLEN: Bei der Einreise aus EU-Staaten gilt zwar eine zehntägige Quarantäne. Doch befreit davon sind Einreisende mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, sowie vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene. Einkaufszentren, Hotels, Museen und Kunstgalerien sind unter Hygieneauflagen geöffnet. Restaurants dürfen Gäste bedienen, in Innenräumen aber nur mit 75 Prozent Kapazität. Weil Geimpfte bei den Kapazitätsbeschränkungen nicht mitgezählt werden, bekommen sie leichter ein freies Hotelzimmer oder einen freien Tisch. Fitnessstudios und Hallenbäder sind in Betrieb. Bei Feiern sind maximal 150 Gäste erlaubt. In Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages lag nach Angaben des Gesundheitsministeriums zuletzt knapp über 200. Die Delta-Variante ist demnach mittlerweile für 86 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich.

• PORTUGAL: Im Hochrisikogebiet wird die Lage besser: Die 14-Tage-Inzidenz ging nach dem Sommer-Höchststand von knapp 438 vor drei Wochen inzwischen auf 314 zurück. Die Einschränkungen werden graduell gelockert. Aber noch immer gibt es unter anderem Kapazitätsbeschränkungen sowie eine strenge Maskenpflicht auch im Freien. Zum Besuch der Innenbereiche zahlreicher Einrichtungen muss ein Impfzertifikat oder ein negativer Test vorgelegt werden. Bei der Einreise muss jeder, der nicht geimpft oder genesen ist, ab dem Alter von zwölf Jahren einen negativen Test vorlegen. Bei der Rückreise müssen alle, die nicht geimpft oder genesen sind, in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne, die nach frühestens fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden kann.

• RUMÄNIEN: Deutsche Touristen brauchen in dem südosteuropäischen Land weder Impf- noch Testnachweis und müssen auch nicht in Quarantäne. Die Gastronomie ist uneingeschränkt geöffnet. Im Freien und damit auch an Stränden gelten Abstandspflichten. Ein Mund-Nasen-Schutz muss nur in geschlossenen öffentlichen Räumen getragen werden. Abhängig von der Corona-Inzidenz kann es an einzelnen Orten aber jederzeit zu Einschränkungen kommen, auch zur Beschränkung der Gästezahl in Restaurants. Clubs, Diskotheken, Spielhallen und Bars sind nur für vollständig Geimpfte geöffnet.

• SCHWEDEN: Die Schweden haben die Corona-Lage recht gut in den Griff bekommen, die Zahlen sind seit Juni niedrig. Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens haben sich in dem Land mit seinem genau beäugten Corona-Sonderweg ohnehin in Grenzen gehalten. Eine Maskenpflicht gibt es nicht, auch sonst lässt es sich mit den bestehenden Einschränkungen ganz gut leben. Für Reisende aus Deutschland und anderen EU-Ländern gilt: Man muss einen maximal 72 Stunden alten negativen Test vorweisen, es sei denn, man ist geimpft oder hat eine Infektion überstanden.

• SCHWEIZ: Gäste brauchen für den Besuch von Diskotheken, Tanzlokalen und Großveranstaltungen Covid-Zertifikate, die eine überstandene Infektion, eine Impfung oder einen negativen Test nachweisen. Das EU-Zertifikat wird anerkannt. Maskenpflicht besteht nur in Innenräumen, etwa Geschäften, Restaurants, Theatern, Sporthallen und im öffentlichen Verkehr. Private Treffen sind ohne Auflagen draußen mit 50, drinnen mit 30 Personen erlaubt. Die Inzidenz liegt etwa viermal so hoch wie in Deutschland. Die Schweiz hat seit Beginn der Pandemie höhere Infektionszahlen im Gegenzug für weniger Einschränkungen des täglichen Lebens in Kauf genommen. Flugpassagiere ohne Zertifikat brauchen zur Einreise einen negativen Corona-Test. Auf dem Landweg ist die Einreise ohne Auflagen möglich.

• SLOWAKEI: Für ungeimpfte Einreisende gilt eine Quarantänepflicht, von der man sich frühestens nach fünf Tagen mit einem Test befreien kann. Die Regierung begründet dies mit der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und will damit zugleich die geringe Impfbereitschaft anheben. Auch Geimpfte müssen sich vor der Einreise online registrieren. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie bei Massenveranstaltungen auch im Freien gilt Maskenpflicht. Gastwirte können selbst entscheiden, ob sie von Gästen einen Impfnachweis verlangen oder wie bisher nur eine bestimmte Anzahl Personen zulassen.

• SLOWENIEN: Reisende müssen beim Grenzübertritt nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Ausgenommen sind Kinder unter 15 Jahren und noch bis zum 22. August Transitreisende. Dann ist selbst für die reine Durchreise eine Bescheinigung erforderlich. Deutsche Urlauber, die weder geimpft noch genesen sind, müssen demnach vor der Rückfahrt - wenn sie durch Slowenien fahren wollen - einen PCR- oder Antigen-Test machen. Die Außengastronomie ist für alle offen, die Innenbereiche von Gaststätten, Discos und Nachtclubs können nur von Geimpften, Genesenen oder Getesteten genutzt werden. Die Ansteckungsquote pro 100.000 Einwohner ist fast doppelt so hoch wie die in Deutschland.

• SPANIEN: Obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb einer Woche von 215 auf 162 fiel, ist das beliebte Urlaubsland weiterhin als Hochrisikogebiet eingestuft. Bei der Rückkehr nach Deutschland müssen daher alle, die nicht geimpft oder genesen sind, zehn Tage in Quarantäne, die nach fünf Tagen durch einen negativen Test beendet werden kann. Für die Einreise gilt: Touristen aus Deutschland dürfen ohne Test oder Impf-Nachweis ins Land, auch wenn sie nicht geimpft sind, sofern sie nicht aus Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein oder dem Saarland kommen. In einigen Regionen gibt es noch relativ strenge Beschränkungen wie Sperrstunden und nächtliche Versammlungsverbote.

• TSCHECHIEN: Die Zahl der Neuinfektionen bleibt niedrig. Die Regierung hat weitere Lockerungsschritte beschlossen. So dürfen in Restaurants sechs statt wie bisher vier Leute an einem Tisch sitzen. Für Einreisende aus Deutschland, der Schweiz und Österreich genügt ein negativer Corona-Test oder ein vollständiger Impfnachweis. Zudem ist vorab ein Online-Meldeformular auszufüllen. In Gaststätten, Kinos, Schwimmbädern und Konzertsälen gilt die 3G-Regel. Beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine FFP2-Maske getragen werden - eine einfache OP-Maske reicht nicht. In Tschechien ist mittlerweile die Hälfte der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

• TÜRKEI: Wegen gestiegener Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung die Türkei jüngst zum Hochrisikogebiet erklärt. Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen nach der Einreise nach Deutschland in Quarantäne. Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Bei der Rückreise nach Deutschland muss weiterhin entweder ein negativer PCR-Test, der Nachweis über eine Genesung oder eine vollständige Impfung vorgelegt werden. Cafés, Restaurants und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet, es gibt keine Ausgangsbeschränkungen mehr. Eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gilt weiter. Die Zahl der Neuinfektionen steigt in der Türkei wieder und liegt in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern täglich bei teilweise mehr als 20.000 Fällen. Auf eine Verschärfung der Maßnahmen verzichtet das Land aber bislang.

• UNGARN: Auf dem Land- oder Wasserweg können Menschen uneingeschränkt einreisen. Mit dem Flugzeug können deutsche Touristen nur kommen, wenn sie das EU-weit gültige Impfzertifikat vorweisen können. Hotelübernachtungen sind uneingeschränkt möglich, ebenso der Besuch von Gaststätten. Auch gilt - abgesehen von Krankenhäusern und Altenheimen - keine Maskenpflicht mehr. Für Großveranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern gilt, dass der Zutritt nur mit in Ungarn gültiger Impfbescheinigung (oder EU-Impfzertifikat) gestattet ist. Die Inzidenz beträgt offiziell nur etwa ein Siebtel von jener in Deutschland. -dpa

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