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Ein neuer Service ermöglicht Krankschreibungen zu erhalten, ohne selbst zum Arzt zu gehen. Dieser stößt bei Ärztevertretern jedoch auf Kritik.

Krankschreiben per WhatsApp - Arno hat es ausprobiert.

Die Firma AU-Schein bietet seit der Woche vor Weihnachten Erkälteten Krankschreibungen per WhatsApp für neun Euro an. Für die Krankschreibung muss im Internet zunächst ein Formular ausgefüllt werden, in dem die klassischen Erkältungssymptome abgefragt werden.

Die weitere Kommunikation mit einer Ärztin - inklusive persönlicher Daten und Foto der Versichertenkarte - erfolge dann über den verschlüsselten Messenger-Dienst und entspreche damit auch der Datenschutz-Grundverordnung, sagte Firmengründer Can Ansay.

Service stößt auf Kritik

Die Krankschreibung dank Telemedizin findet jedoch nicht überall anklang. Vor allem Ärztevertreter äußern Kritik. So ist es nicht geklärt, ob der Arbeitgeber eine solche Krankschreibung anerkennen muss. Auch alle datenschutzrechtlichen Gründe seien noch nicht geklärt.

Möglich sei dieses Angebot durch die im vergangenen Jahr erfolgte Lockerung des sogenannten Fernbehandlungsverbots. Auch müssten die Krankschreibungen von den Kassen anerkannt werden, selbst wenn diese von einer Privatärztin ohne Kassenzulassung ausgestellt würden.

Quelle: dpa / pke

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