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Revolverheld Foto Daniel Bockwoldt/dpa

Die Musiker kritisieren u.a. die Haltung der Fürstin zum Thema Flüchtlinge

"Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen", sagte Frontmann Johannes Strate bei den Schlossfestspielen in Regensburg am Sonntagabend (14.07.) unter Applaus, wie ein Video auf der Instagram-Seite der Band zeigt. Die Band habe das Konzert im Vorfeld sehr kontrovers diskutiert.

"Nächstenliebe bedeutet für uns, dass wir Menschen, egal, woher sie kommen, welche Herkunft sie haben, welche Hautfarbe sie haben, welcher Religion sie angehören, dass wir sie hier mit offenen Armen empfangen und nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen", sagte Strate an die Adresse der Fürstin, die mit umstrittenen Aussagen wie "Der Schwarze schnackselt gern" wiederholt Schlagzeilen machte.

Die Schirmherrin der Festspiele gilt als sehr konservativ und ebenso katholisch. Auch darauf gingen Revolverheld bei ihrem Auftritt ein: "Nächstenliebe bedeutet eben auch, dass wir den systematischen Missbrauch, der in der katholischen Kirche so lange stattgefunden hat, dass wir den nicht bagatellisieren, sondern dass wir die Opfer ernst nehmen", erklärte die Band.

Die Angegriffene selbst blieb gelassen. "Das sehe ich ganz locker", sagte sie dem Bayerischen Rundfunk. "Wahrscheinlich haben sie sich das gut überlegt und gesagt, das müssen wir jetzt machen, wir sind schließlich Künstler. Und Gott sei Dank kann man heute noch seine Meinung sagen. Insofern können wir da ganz froh sein." (dpa)

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