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 (Foto: Chris Pizzello/Invision/AP/dpa)

Diese Dinge musst Du heute über die Oscars wissen!

Die 91. Oscargala in Hollywood fand zum ersten Mal seit 30 Jahren ohne Moderation statt. Während in den Vorjahren stets feste Gastgeber durch die Show führten, sprangen im Laufe des Abends Star-Präsentatoren wie Charlize Theron, Javier Bardem und Daniel Craig für einzelne Auftritte ein.

Diese Dinge musst Du heute über die Oscars wissen:

1. Rami Malek und "Bohemian Rhapsody" sind die (verdiente) Überraschung des Abends

Zehn Mal war der der Netflix-Film "Roma" nominiert. Der Film gewann zwar auch drei Oscars, doch die wichtigsten Trophäen schnappten sich Andere. Der US-Amerikaner Rami Malek gewann für seine Darstellung des Queen-Sängers Freddie Mercury in "Bohemian Rhapsody" die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller; der Musikfilm wurde insgesamt vier Mal geehrt. Außerdem noch für Schnitt, Tonschnitt und Tonmischung.

Wir haben einen Film über einen schwulen Mann gedreht, einen Einwanderer, der sein Leben lang er selbst war, ohne sich dafür zu entschuldigen. Und die Tatsache, dass ich ihn und seine Geschichte heute mit Ihnen feiern kann, beweist, dass wir uns nach solchen Geschichten sehnen." (Rami Malek, Oscars 2019)

2. "Shallow" Lady Gaga gewinnt einen Oscar

Lady Gagag gewann zusammen mit Mark Ronson, Anthony Rossomando und Andrew Wyatt einen Oscar für den besten Filmsong mit "Shallow" aus dem Film "A Star Is Born". Sichtlich gerührt nahm sie den Preis entgegen. Ihre Performance mit Bradley Cooper gehörte zu den Highlights des Abends. Übrigens war auch ihr Hals ein Highlight: Sie trug einen fetten Klunker mit 287 Karat im Wert von knapp 30 Millionen Dollar.

Hör Dir hier die Rede von Lady Gaga an:

So schön freute sich Lady Gaga über den Oscar.
3. "Green Book" ist der beste Film - darum geht es:

Das Rassismusdrama "Green Book - Eine besondere Freundschaft" hat den Oscar für den besten Film gewonnen. Insgesamt erhielt das Werk von Regisseur Peter Farrelly in der Nacht zu Montag drei Auszeichnungen. Der Film erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem schwarzen Musiker und seinem weißen Chauffeur in den USA der 60er Jahre. Ein Film der wirklich sehenswert ist und an den Film "Ziemlich beste Freunde" erinnert. Der Film erzählt nicht mit erhobenen Zeigefinger, sondern bringt einem zum Lachen. Und die schauspielerische Leistung ist grandios.

"Green Book" ist die Überraschung des Abends.
4. Kein Oscar dür die deutsche Filmbranche

Die Oscar-Hoffnungen der deutschen Filmbranche sind in der Nacht enttäuscht worden. In vier Kategorien waren Filmschaffende oder Produktionen aus Deutschland nominiert, gingen aber jeweils leer aus. Die deutsch-syrisch-libanesische Produktion "Of Fathers and Sons - Die Kinder des Kalifats" des in Berlin lebenden Syrers Talal Derki hatte in der Kategorie "beste Dokumentation" das Nachsehen; auch die deutsche Make-up-Artistin Pamela Goldammer, die für ihre Arbeit in dem Fantasyfilm "Border" nominiert gewesen war, ging leer aus.