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Richard Lugner Foto: DPA

Welcher Promi sitzt diesmal in der Loge von Lugner?

Alle Jahre wieder findet in Wien der Opernball statt. Und alle Jahre wieder interessiert dabei eigentlich nur eins: Welcher Promi lässt sich diesmal für ein sattes Honorar in die Loge von Ex-Baulöwe Richard Lugner lotsen? Nun ist die Katze aus dem Sack.

87 Lenze zählt der frühere Bauunternehmer Richard, Spitzname "Mörtel", Lugner inzwischen. Doch auch das hohe Alter lässt den Österreicher nicht zur Ruhe kommen. Schon gar nicht, wenn es darum geht, den Tanzbären zu mimen. Seinen alljährlichen Besuch des Wiener Opernballs lässt er sich nicht nehmen.

Und auch darauf, sich zu dem gesellschaftlichen Ereignis jedes Jahr von einem prominenten Gast begleiten zu lassen, will er nicht verzichten. In der Vergangenheit erlagen schon viele Damen Lugners Charme - oder vielleicht auch nur seiner finanziellen Entlohnung für ihren speziellen Opernball-Escort-Service. Die Schauspielerinnen Joan Collins, Andie McDowell oder Brooke Shields zum Beispiel. Aber auch Pin-up-Star Dita von Teese, It-Lady Kim Kardashian oder im vergangenen Jahr Supermodel Elle Macpherson.

Mit einer gewissen Spannung wurde deshalb erwartet, wen Lugner wohl in diesem Jahr zu dem Ball anschleppen wird, der am 20. Februar in der Wiener Staatsoper über die Bühne gehen wird. Die Bekanntgabe vollzog "Mörtel" höchstpersönlich in einer Pressekonferenz. Es ist: Lindsey Vonn.

Die Entscheidung für Vonn traf Lugner mit seiner Tochter "Jacky".

Die Entscheidung für die ehemalige Skirennläuferin, die vor knapp einem Jahr ihre Karriere beendete, hätten er und seine Tochter Jacqueline, Spitzname "Jacky", gemeinsam getroffen, ließ Lugner die Reporterschar wissen. "Ich find' sie einen tollen Gast, wenn es auch mal kein Hollywoodstar ist", begründete er seine Entscheidung.

Dass einige Journalisten dennoch mit einem gewissen Erstaunen auf seine Wahl reagierten, konterte Lugner mit zwei schlagenden Argumenten. Zum einen kenne er die US-Amerikanerin - zwar bislang nicht persönlich, aber wegen seines großen Interesses für den Skisport. Zum anderen spreche Vonn Deutsch. "Das ist für einen Lugner schon ein großes Plus", so der 87-Jährige.

"Es geht darum, dass ich einen bekannten Gast haben will beim Opernball", betonte Lugner weiter. Schon in der Vergangenheit habe er schließlich Gäste gehabt, die keine wirklichen Hollywoodstars gewesen seien. Paris Hilton zum Beispiel, aber auch Pamela Anderson oder Karima el-Mahroug alias Ruby.

Unter der Einladung von Silvio Berlusconis einstigem Bunga-Bunga-Girl im Jahr 2011 leidet Lugner übrigens noch bis heute. Nach Rubys Auftritt bei dem Ball wurde erwogen, ihm in der Oper keine Loge mehr zuzuteilen. So weit kam es zwar nicht, aber seine Premium-Loge nahe am Tanzparkett musste Lugner danach abtreten. Der diesjährige Gaststar Lindsey Vonn ist da doch schon wesentlich unverfänglicher. ( Quelle: n-tv.de /vpr)