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Foto: R. Kelly

In einer neuen Doku-Serie kommen zahlreiche Frauen zu Wort, die Kelly sexuelle Übergriffe vorwerfen

Auch Tarana Burke, Gründerin der #MeToo-Bewegung, und Sänger John Legend äußern sich kritisch. Kelly habe «so vielen Menschen so viel Leid zugefügt», sagt Legend. Die sechs einstündigen Folgen widmen sich der langen Liste an Vorwürfen gegen Kelly.

Frauen berichten, wie Kelly sie als Jugendliche angeblich missbrauchte, sie sexuell nötigte oder ihr Leben kontrollierte. «Es kümmerte niemanden, weil wir schwarze Mädchen waren», sagt Autorin Mikki Kendall in der Serie. Die Vorwürfe reichen bis in die 90er Jahre zurück.

Kelly hat die Vorwürfe mehrfach abgestritten. Im Song «I Admit» hatte er zuletzt von einer «verdammt großen Verschwörung» gegen ihn gesprochen und die Anschuldigungen als «lächerlich» bezeichnet.

Inwiefern der erhöhte Druck Folgen für Kellys Karriere hat, ist unklar. Der Streamingdienst Spotify hatte die Musik des R&B-Sängers im Zuge der Vorwürfe aus seinen Playlisten gelöscht. Als Künstler taucht er aber weiterhin auf der Website seines Labels RCA auf, das zum Konzern Sony Music gehört.

John Legend ist der einzige hochkarätige Musiker, der in der Serie zu Wort kommt. Laut Produzentin Dream Hampton lehnten Jay-Z, Mary J. Blige, Lil Kim, Erykah Badu und Dave Chappelle ihre Anfragen ab, sich in der Serie zum Fall Kelly zu äußern. (dpa)