Bis Ende September müsste ein Investor gefunden werden, jetzt sickerte vor Fristablauf bereits durch, dass es keinen Investor geben wird.
Das bedeutet für die 440 Mitarbeiter in Idar-Oberstein, dass sie sich alle nach einer neuen Arbeitsstelle umschauen müssen, da in Kürze in ihrem Werk nicht mehr gearbeitet wird.
Die Unternehmensführung hatte dies wohl schon letzte Woche im kleinen Kreis bekannt gegeben.
Heute sollen alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Laufe des Vormittags offiziell über das Ende ihres Standortes in Idar-Oberstein informiert werden und danach will das Unternehmen auch die Öffentlichkeit davon in Kenntnis setzen.
Eigentlich sollte der Betrieb noch bis Ende des nächsten Jahres laufen, aktuell ist dies aber nicht gesichert.
Im Mai dieses Jahres platzte die Bombe. BioNTech kündigte an, 1.800 Stellen zu streichen. Neben Idar-Oberstein sollen auch das Werk in Marburg sowie das der Firma Curevac in Tübingen nicht weiter betrieben werden. BioNTech kündigte damals an, Käufer für die Werke zu suchen. Ein Käufer konnte allerdings bis heute noch nicht gefunden werden.
Die 440 Mitarbeitenden von BioNTech müssen sich also zwangsläufig nach neuen Jobs umschauen. Viele von ihnen kamen 2009, als der Standort eröffnet wurde, nach Idar-Oberstein und sin mittlerweile auch dort sesshaft geworden.
Der Erfolg des Unternehmens, stützte sich vor allem auf seinen Corona-Impfstoff, der spülte zeitweise Millionen von Euro an Gewerbesteuer in die Kassen Idar-Obersteins. Auch der Kreis Birkenfeld profitierte davon.
Der Hauptgrund für den Rückzug aus Idar-Oberstein und anderen Standorten begründet BioNTech vor allem dem starken Rückgang der Produktion von COVID-Impfstoffen. Die sollen künftig komplett an den Standorten ihres Kooperationspartners Pfizer produziert werden.