Im Saarland ist die Armutsquote laut dem aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands von 15,3 auf 15,5 Prozent gestiegen. Damit ist fast jede sechste Person von Armut betroffen. Obwohl das Saarland noch leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 16,1 Prozent liegt, sieht der Verband keinen Grund zur Entwarnung.
Bundesweit leben rund 13,3 Millionen Menschen in Armut – der höchste Wert seit 2020. Als arm gelten Menschen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Die Armutsgrenze liegt bei Alleinstehenden bei 1.446 Euro netto pro Monat.
Besonders betroffen sind ältere Menschen, Alleinlebende und Alleinerziehende. Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnt daher vor Kürzungen sozialer Leistungen. Stattdessen fordert er bessere Sozialleistungen, höhere Einkommen, bezahlbaren Wohnraum und eine verlässliche soziale Infrastruktur. Nach Ansicht des Verbands würden Leistungskürzungen Armut verschärfen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. -dpa