Rheinland-Pfalz

Landesweite 2G-Regel in Rheinland-Pfalz

Ab Mittwoch starke Einschränkungen für Ungeimpfte

2 G Regel (Symbolbild) - Foto: Daniel Reinhardt/dpa
2 G Regel (Symbolbild) - Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Das gesellschaftliche Leben in Rheinland-Pfalz wird angesichts der steigenden Infektionszahlen von kommenden Mittwoch an eingeschränkt.

In Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und körpernahen Dienstleistungen gilt dann nach den bundeseinheitlichen Beschlüssen Warnstufe 2 und damit 2G. Also Zutritt nur für Genesene und Geimpfte. Die dafür notwendige Verordnung soll nach dem Ministerrat am nächsten Dienstag stehen und zeitgleich mit dem Infektionsschutzgesetz des Bundes am Tag darauf in Kraft treten, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in Mainz mitteilte.

Ausnahmen gelten generell für Kinder unter zwölf Jahren. Für ältere Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre ist 3G möglich, also ein Test.

"Wir halten einen Lockdown für Ungeimpfte für eine Schutzmaßnahme, um die vierte Welle zu brechen, ohne dass wir wieder Schulen, Kitas, Einzelhandel, Kultureinrichtungen, Betriebe oder Hotel und Gastronomie schließen müssen", hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstagabend nach der Schalte der Länderchefs mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem geschäftsführenden Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) mitgeteilt.

"Wir haben einen Instrumentenkasten, der aktuell in bestimmten Bereichen weitergeht als die bislang angewandten Maßnahmen: Das sind 3G am Arbeitsplatz, 3G im öffentlichen Personennahverkehr und in den Zügen des Regional- und Fernverkehrs sowie 2G bei Freizeitveranstaltungen, Kultur, Hotel und Gastro und körpernahen Dienstleistungen", hatte Dreyer zum Infektionsschutzgesetz der Ampel-Fraktionen im Bund gesagt, dem am Freitag nach dem Bundestag auch der Bundesrat zugestimmt hat.

"Wir müssen diese Brandmauer gegen die hohen Infektionszahlen in den Nachbarländern noch höher ziehen", sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). "Wenn wir diese Welle brechen wollen, dann kommt es einmal mehr auf jeden und jede von uns an." Es gelte nun, die Regeln zu verschärfen, gleichzeitig die Impfkampagne voranzutreiben und vor allem vulnerable Gruppen zu schützen. -dpa

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