Saarland

Ministerin Berg besucht Weingut Marx in Perl

Diesjährige Ernte gesund und aromatisch, aber deutlich geringer

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Stefan Marx (l.) und Ministerin Petra Berg (r.) bei einer Tour durch die Weinberge des Weinguts Marx in Perl-Sehndorf - Foto: Kathrin Hinsbeger

Im Rahmen ihrer „Heimat näher im Blick“-Tour hat Ministerin Petra Berg am 8. Oktober das Weingut Marx in Perl-Sehndorf besucht. Neben einer Tour durch die Weinberge hat sie sich vor Ort mit der Winzerfamilie über die diesjährige Weinlese und die Zukunft des Weinbaus unterhalten. Die Ernte im Jahr 2026 erwies sich zwar als aromatisch und gesund, bleibt jedoch in der kommenden (Absatz-)Menge deutlich hinter den letzten Jahren zurück.

„Jedes Wein-Jahr ist anders und genau das macht den jährlich neu entstehenden saarländischen Wein immer wieder so besonders. Extreme Wetterlagen fordern die Rebstöcke jedoch enorm und führen zu erheblichen Veränderungen“, sagt Ministerin Berg. „Weingüter stehen neben den Herausforderungen durch die Wetterbedingungen auch vor der Aufgabe, auf den generell sinkenden Weinkonsum zu reagieren und alternative Absatzmöglichkeiten zu finden.“

Eine extrem lange Trockenperiode mit sehr geringen Niederschlägen über das ganze Jahr mit zugleich extremen Höchsttemperaturen bis über 40 Grad Celsius haben dazu geführt, dass die Reben unter erheblichem Wassermangel gelitten haben. Nur fest etablierte und dadurch tiefwurzelnde Reben konnten sich noch über das Jahr einigermaßen aus tiefen Bodenschichten versorgen. Durch diese starke Trockenheit war auch die Nährstoffversorgung der Reben eingeschränkt, da in trockenen Böden kaum Aktivität herrscht und somit kaum Nährstofffreisetzung erfolgen kann. Durch diesen Wasser- und Nährstoffmangel sind die Trauben im Wachstum deutlich zurückgeblieben und haben verhältnismäßig kleine Beeren hervorgebracht. Dies hat die Erntemenge erheblich reduziert.

Kleine Trauben haben eine größere Schalenfläche, das lässt auf einen sehr aromatischen Jahrgang hoffen, denn ein großer Teil der Aromen steckt in der Beerenschale. Hitze und Sonneneinstrahlung tragen zudem zu einem höheren Zuckergehalt bei, was einen gehaltvollen Wein erwarten lässt. Von Vorteil waren die trockenen und warmen Temperaturen auch im Hinblick auf Infektionen und Krankheiten. Diese konnten sich kaum festsetzen, was zu einer gesunden Lese geführt hat.

Quelle: Pressemeldung - Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes

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