Fast jeder 15. Arbeitnehmer in Luxemburg betroffen
In Luxemburg haben 2025 rund 6,6 Prozent der Beschäftigten angegeben, in den vergangenen zwölf Monaten Suizidgedanken gehabt zu haben. Damit hat sich der Anteil gegenüber 2014, als er bei 2,2 Prozent lag, verdreifacht. Den Höchststand gab es 2023 mit 7,4 Prozent.
Besonders betroffen sind junge Beschäftigte zwischen 16 und 24 Jahren: In dieser Altersgruppe berichteten 9,4 Prozent von entsprechenden Gedanken. Die Arbeitnehmerkammer (CSL) sieht darin ein deutliches Warnsignal für die psychische Gesundheit und die zunehmende Belastung im Arbeitsleben.
Besonders hohe Werte verzeichnet die CSL unter anderem in wissenschaftlichen und technischen Berufen, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in Handel, Verkehr und Gastronomie. Als mögliche Belastungsfaktoren nennt sie unter anderem hohe Arbeitsintensität, emotionalen Druck, schwierige Kundenkontakte und ungünstige Arbeitsbedingungen.
Die CSL fordert deshalb bessere Arbeitsbedingungen, mehr Unterstützung und eine Unternehmenskultur, in der psychische Probleme offen angesprochen werden können. Gerade bei jungen Menschen sei eine besondere Aufmerksamkeit für die psychische Gesundheit notwendig.