Wirksamere Strafen im Vorfeld gefordert.
Nach dem tödlichen Unfall eines 16-Jährigen zwischen Schifflingen und Kayl fordert die Sécurité Routière strengere Strafen für besonders gefährliches Verhalten im Straßenverkehr. Direktor Paul Hammelmann betont, dass nicht die Infrastruktur, sondern das Verhalten des alkoholisierten Autofahrers entscheidend gewesen sei. Der Jugendliche war zu Fuß unterwegs, als er von dem 26-Jährigen erfasst wurde, der anschließend mutmaßlich Fahrerflucht beging.
Hammelmann spricht sich dafür aus, extremes Rasen und stark alkoholisiertes Fahren bereits vor einem Unfall strafrechtlich zu ahnden. Wer etwa mit mehr als 100 km/h durch eine Ortschaft fahre oder sich mit sehr hohem Alkoholpegel ans Steuer setze, solle sich schon wegen der bewussten Gefährdung anderer verantworten müssen. Einen entsprechenden Straftatbestand gibt es bereits in Frankreich. In Luxemburg bestehen dagegen bislang rechtliche Bedenken des Staatsrats.